Bist du kreativ?

Einer meiner Kunden ist Kulturmanager im Haupt- und Achtsamkeitscoach im Nebenberuf. Oder andersherum. Jedenfalls veranstaltet er Kurse zum Thema „Mindfulness Based Stress Reduction“ (MBSR) nach Jon Kabat-Zinn (www.achtsamkeit-leben.de). Das ist ein interessantes Thema von großer Relevanz in unserer modernen Zeit, in der scheinbar immer mehr Menschen ausbrennen. Ich habe vor ein paar Jahren eins der ersten Bücher von Kabat-Zinn gelesen und dort findet sich auch etwas zum Thema Kreativität. Denn auch diese lässt sich durch Achtsamkeit steigern, weil man nämlich lernt, nicht alles so zu machen, wie man es immer gemacht hat (auch wenn es für einen schädlich war), sondern inne zu halten und so neue Lösungen zu finden. Als kleinen Test im Buch gibt es das sogenannte 9-Punkte-Problem. Die Aufgabe lautet: Verbinde die neun Punkte durch vier gerade Linien, ohne den Stift abzusetzen oder eine vorhandene Linie nochmal nachzuzeichnen. Achtung: Ihr müsst hierzu die neun Punkte vorher auf Papier übertragen 🙂 Auflösung gibt’s im nächsten Beitrag nach der Sommerpause. Nicht schummeln!

Der Anschubser

Eindeutiger Titel, unmissverständliche Aufforderung …

Es gibt Menschen, die lernen am besten in einem Klassen- oder Seminarraum mit einem Lehrer aus Fleisch und Blut, andere schauen sich gerne Video-Tutorials an. Ich gehöre zu der Sorte, die besonders gut von Büchern lernen können. Wenn mich ein Thema interessiert und ich ein gut gemachtes Buch dazu finden kann, tauche ich in die Materie ein und sauge die neuen Informationen förmlich auf. Im Blog meiner geschätzten Kollegin Gudrun Wegener auf ihrer Website Achtung Designer wurde mir einst Austin Kleon und sein Buch „Alles nur geklaut“ (Steal like an artist) empfohlen (hier die Besprechung von Gudrun). Austin Kleon ist laut eigener Angabe ein „zeichnender Schriftsteller“, verfasst selbst einen beachtenswerten Blog und hat nach „Alles nur geklaut“ noch zwei Bücher zu ähnlichen Themen veröffentlicht. Eins davon hat mich zum Bloggen gebracht und mir klargemacht, dass Social Media nicht nur Lebenszeit verbrennen, sondern auch Spaß machen und nützlich sein kann. „Show your work“ liefert eine Strategie (oder mehrere?), wie man als kreativ schaffender Mensch Beachtung für seine Arbeit findet. 

Das Einfachste heutzutage ist: man nutzt die modernen Medien und ihre entsprechenden Plattformen, um etwas von sich zu zeigen. Wieviel das ist, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Ich bin noch blutiger Anfänger, weiß noch gar nicht, wohin mich mein Blog führen wird, ob er überhaupt eine Zukunft hat, aber das kann ich auf jeden Fall schon sagen: Das Bloggen hat mich ein Stück weiter in den kreativen Flow gebracht, es sorgt dafür, dass ich am Ball bleibe, mit noch offeneren Augen durch die Welt gehe und bewusster arbeite. Und wenn mir eines Tages ein junger Mensch sagen würde, dass meine Beiträge ihn irgendwie inspiriert oder auf eine andere Art weitergebracht haben, würde mich das sehr glücklich machen.